Häufige Fragen
52 Antworten zu Pflicht, Preisen, Alltag, Lohn und Datenschutz. Wenn etwas nicht geht, steht das hier auch.
Alle 52 Antworten in 8 Themen
Tipp: Die Taste / springt ins Suchfeld, Esc leert es.
Alle 52 Fragen im Überblick
Muss ich das überhaupt?
Bin ich wirklich zur Zeiterfassung verpflichtet?
Ja. Das Bundesarbeitsgericht hat am 13.09.2022 (1 ABR 22/21) entschieden, dass Arbeitgeber nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG — unionsrechtskonform ausgelegt nach dem EuGH-Urteil C-55/18 („CCOO“) — ein System zur Erfassung der täglichen Arbeitszeit einführen müssen. Diese Pflicht gilt bereits jetzt, unabhängig von einer Gesetzesnovelle. Ein Referentenentwurf zur Änderung des Arbeitszeitgesetzes liegt vor, ist aber nicht in Kraft.
Zeitflex zeichnet Beginn, Ende und Dauer elektronisch auf und protokolliert jede Änderung.
Gilt das auch für Minijobber und Aushilfen?
Ja — für Minijobber sogar schon länger: § 17 Abs. 1 MiLoG verlangt, Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen und zwei Jahre aufzubewahren. Zeitflex bewahrt Zeiteinträge deshalb 24 Monate auf.
Dazu kommt der Minijob-Wächter in jedem Tarif, auch im Free-Tarif: Die Geringfügigkeitsgrenze ist an den Mindestlohn gekoppelt (Mindestlohn × 130 ÷ 3, aufgerundet) — 2026 sind das bei 13,90 € 603 € im Monat. Der Wächter rechnet die erfassten Stunden mit dem Stundenlohn hoch und warnt die Führung bei 80, 95 und 100 Prozent, bevor eine Aushilfe darüber rutscht. Der Wert kommt aus derselben Rechenlogik wie die Auswertung — nirgends im Produkt steht eine zweite Zahl.
Funktioniert das auch für Büros mit Gleitzeit oder Vertrauensarbeitszeit?
Ja. Zeitflex kennt vier Arbeitszeitmodelle: feste Zeiten, Schicht, Gleitzeit mit Kernzeit und Vertrauensarbeitszeit. Sie hinterlegen Sollstunden je Modell und bei Gleitzeit die Kernzeit; Plus- und Minusstunden führt das Gleitzeitkonto (siehe „Führt Zeitflex ein Überstunden- oder Gleitzeitkonto?“).
Wichtig: Die Erfassungspflicht gilt trotzdem — auch bei Vertrauensarbeitszeit müssen Beginn, Ende und Dauer aufgezeichnet werden. Vertrauensarbeitszeit heißt „keine feste Anwesenheit“, nicht „keine Aufzeichnung“. Im Büro reicht dafür ein Klick im Browser.
Warnt Zeitflex mich, wenn jemand gegen das Arbeitszeitgesetz verstößt?
Ja, ab dem Starter-Tarif. Die Arbeitszeit-Prüfung vergleicht erfasste Zeiten mit den Grenzen des Arbeitszeitgesetzes — höchstens 10 Stunden am Tag, 48 Stunden in der Woche, mindestens 11 Stunden Ruhezeit, gesetzliche Pausen — und bei Beschäftigten unter 18 mit dem Jugendarbeitsschutzgesetz: 8 Stunden am Tag, 40 in der Woche, 30 Minuten Pause ab mehr als 4½ Stunden, 60 Minuten ab mehr als 6 Stunden.
Sie sehen die Meldungen im Bereich „Arbeitszeit-Prüfung“. Fehlt bei einer Person das Geburtsdatum, findet keine Jugendschutz-Prüfung statt — das zeigt Zeitflex an, statt es zu verschweigen. Eine Rechtsberatung ersetzt die Prüfung nicht.
Wie lange muss ich die Zeiten aufbewahren — und löscht Zeitflex sie danach?
Arbeitszeiten und Abwesenheiten bewahrt Zeitflex 24 Monate auf (§ 16 Abs. 2 ArbZG, § 17 Abs. 1 MiLoG), gesperrte Lohnperioden und Exportprotokolle 6 Jahre ab Jahresende (§ 41 EStG, § 147 AO), das Änderungsprotokoll 36 Monate. Nach Ablauf löscht ein täglicher Lauf automatisch.
Diese Fristen sind fest hinterlegt; eine Verlängerung oder Verkürzung über die Einstellungen gibt es derzeit nicht — einstellbar ist allein die Frist des Team-Chats (7, 30 oder 90 Tage). Die Aufbewahrung ist Ihre Pflicht als Arbeitgeber, Zeitflex ist nur Auftragsverarbeiter.
Brauche ich die Zustimmung des Betriebsrats?
Wenn es in Ihrem Betrieb einen Betriebsrat gibt: ja. Elektronische Zeiterfassung ist eine technische Einrichtung, die Verhalten und Leistung überwachen kann — § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG.
Zeitflex ist deshalb so gebaut, dass Sie wenig zu verhandeln haben: Der Team-Chat ist standardmäßig aus, die Standortprüfung ist ein bewusster Opt-in je Betrieb, Mitarbeitende sehen ihre eigenen Zeiten. Was Sie mit dem Betriebsrat vereinbaren, ersetzt Zeitflex nicht — es hält sich nur daran.
Einstieg & Testphase
Wie läuft die 14-tägige Testphase — und was passiert danach?
Bei der Registrierung wählen Sie Tarif, Zahlweise und Mitarbeiterzahl und hinterlegen Ihre Zahlungsdaten bei Stripe. Danach läuft Ihr Konto 14 Tage kostenlos mit dem vollen Umfang Ihres Tarifs — abgebucht wird in dieser Zeit nichts. Vor der ersten Abbuchung erhalten Sie eine Erinnerung per E-Mail.
Kündigen Sie vorher mit einem Klick, läuft Ihr Konto im Free-Tarif weiter (ein Nutzer, Stempeluhr, Stundenzettel, Abwesenheiten, Minijob-Wächter); tun Sie nichts, bucht Stripe den gewählten Tarif für Ihre aktiven Mitarbeiter. Alle in der Testphase erfassten Zeiten bleiben in beiden Fällen erhalten.
Die 14 Tage zählen ab Anlage Ihres Betriebs — Kündigen und neu abschließen startet sie nicht neu.
Kann ich Zeitflex ohne Zahlungsdaten ausprobieren?
Ja. Wählen Sie bei der Registrierung den Free-Tarif: ein Nutzer, Stempeluhr, Stundenzettel, Abwesenheiten und Minijob-Wächter — ohne Karte, ohne Testfrist, ohne Ablauf. Die Testphase mit Zahlungsdaten gibt es nur, wenn Sie Starter oder Pro wählen. Aufsteigen können Sie jederzeit im Konto.
Was muss ich zum Start einrichten?
Drei Dinge.
- Erstens den Betrieb: Name, Bundesland (für die Feiertage) und Branche — die Branche setzt nur Voreinstellungen wie Zuschläge, Arbeitszeitmodelle und Begriffe („Baustelle“, „Tour“, „Filiale“), Sie können alles ändern.
- Zweitens Ihre Mitarbeiter: eine Einladung per E-Mail, 14 Tage gültig.
- Drittens die erste Stempelung im Browser des Handys.
Eine Schritt-für-Schritt-Anleitung steht im Hilfe-Center unter app.zeitflex.de/hilfe.
Kann ich meine bisherigen Daten aus Excel übernehmen?
Ja. Der Import nimmt .xlsx- und .csv-Dateien, erkennt Spalten am Inhalt und verarbeitet auch mehrere Tabellenblätter. Sie ordnen die Spalten einmal zu und prüfen die Vorschau, bevor etwas gespeichert wird. Die Anleitung: „Daten aus Excel oder einem anderen Programm importieren“ im Hilfe-Center.
Gibt es eine App im App Store oder bei Google Play?
Noch nicht. Eine App für iPhone und Android ist in Vorbereitung, aber noch nicht eingereicht. Heute läuft Zeitflex vollständig im Browser des Handys und lässt sich zum Startbildschirm hinzufügen — mit Symbol, Vollbild und Offline-Stempeln. Sobald sich das ändert, steht es hier.
Gibt es Zeitflex auf Englisch oder in anderen Sprachen?
Die Anwendung selbst gibt es derzeit nur auf Deutsch; auch der Support antwortet auf Deutsch. Diese Website können Sie auf Englisch umschalten. Wenn Ihr Team eine andere Sprache braucht, sagen Sie es uns — versprechen können wir heute nichts.
Für welche Branchen eignet sich Zeitflex?
Zeitflex hat Voreinstellungen für Handwerk & Bau, Elektro/Sanitär/Heizung/Klima, Büro/Agentur/IT, Gastronomie & Hotel, Pflege & Soziales, Einzelhandel, Gebäudereinigung & Facility, Logistik & Transport, Arztpraxis & Therapie, Sicherheitsdienst, Fitness/Beauty/Wellness, Landwirtschaft & Garten — und „Sonstige Betriebe“. Die Branche legt nur Startwerte fest (Zuschläge, Arbeitszeitmodelle, Begriffe, eingeschaltete Module); Pausen, Zuschläge und Rundung passen Sie jederzeit selbst an.
Preise & Tarife
Was kostet Zeitflex wirklich — gibt es versteckte Kosten oder eine Mindestlaufzeit?
Nein. Es gibt keine Grundgebühr — Sie zahlen nur je aktivem Mitarbeiter (zzgl. MwSt.): Starter 1,49 €, Pro 2,49 € pro Mitarbeiter und Monat. Beispiel: 8 Mitarbeiter im Pro-Tarif = 8 × 2,49 € = 19,92 €/Monat.
Keine Einrichtungsgebühr, keine Schulungspauschale, kein Aufpreis für den Steuerberater-Zugang oder den Support, keine Mengenstaffel — der Preis je Mitarbeiter ist von eins bis hundert derselbe. Im Monatstarif gibt es keine Mindestlaufzeit; bei jährlicher Zahlung beträgt die Laufzeit zwölf Monate, dafür zahlen Sie zehn Monatsraten für zwölf Monate — zwei Monate gratis.
Was ist der Unterschied zwischen Free, Starter und Pro?
- Free (ein Nutzer): Stempeluhr, Stundenzettel, Abwesenheiten, Minijob-Wächter.
- Starter (1,49 €): dazu CSV-Export, Zuschlagsregeln, Gleitzeitkonto, Arbeitszeit-Prüfung, Monatsabschluss mit PDF-Lohnübersicht und Steuerberater-Zugang.
- Pro (2,49 €): dazu DATEV-Export, Dienstplan, Standort beim Stempeln, Projektauswertung mit Budget und Deckungsbeitrag, Berichte und Prüfungsmappe, API und Webhooks.
Bis 100 aktive Mitarbeiter in Starter und Pro. Was Ihr Tarif nicht enthält, sehen Sie als Inhaber trotzdem mit einem Schloss im Menü — nichts ist versteckt.
Was zählt als „aktiver Mitarbeiter“ — zahle ich für eine Aushilfe mit 5 Stunden im Monat voll?
Berechnet wird jeder im Konto angelegte und nicht deaktivierte Mitarbeiter-Zugang. Eine Aushilfe mit fünf Stunden kostet damit dasselbe wie eine Vollzeitkraft: 2,49 € im Pro-Tarif — bei fünf Stunden Einsatz rund 50 Cent je Arbeitsstunde.
Wer nicht mehr für Sie arbeitet — Saisonende, ausgeschiedene Aushilfe, Elternzeit —, den deaktivieren Sie; die Sitzmenge wird automatisch angepasst und gilt ab dem nächsten Abrechnungszeitraum. Sind vorübergehend alle Mitarbeiter deaktiviert — Saisonpause, Betriebsferien —, wird die Mindestmenge von einem Sitz abgerechnet.
Kommt zu den genannten Preisen noch Umsatzsteuer dazu?
Ja. Alle Preise sind Nettopreise und verstehen sich zuzüglich der gesetzlichen Umsatzsteuer, in Deutschland derzeit 19 Prozent. Zeitflex richtet sich ausschließlich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB; als vorsteuerabzugsberechtigter Betrieb ist die Umsatzsteuer für Sie in der Regel ein durchlaufender Posten.
Beim Bezahlvorgang ermittelt Stripe die Umsatzsteuer nach Ihrem Sitzland, und Sie können Ihre USt-IdNr. hinterlegen; die Umsatzsteuer weist Stripe auf der Rechnung aus.
Was passiert, wenn ich den Tarif wechsle?
Ein Wechsel nach oben — von Starter auf Pro oder von monatlicher auf jährliche Zahlung — gilt sofort. Die Differenz für den Rest der laufenden Periode erscheint anteilig auf der nächsten Rechnung; im Moment des Wechsels wird nichts abgebucht, und es entsteht kein zweiter Vertrag.
Ein Wechsel nach unten — kleinerer Tarif oder zurück auf Monatszahlung — greift erst zum Ende der bezahlten Laufzeit, ohne anteilige Verrechnung; bis dahin behalten Sie den bisherigen Umfang. Der Rechnungstag bleibt in beiden Fällen derselbe.
Wir haben mehr als 100 Mitarbeiter — was gilt dann?
Bis 100 aktive Mitarbeiter buchen Sie Zeitflex vollständig selbst. Ab 101 endet der Self-Service: Dann vereinbaren wir Konditionen individuell — Kontakt statt Bezahlseite unter info@zeitflex.de.
Wächst ein bestehender Betrieb über die Grenze hinaus, wird weiterhin die Höchstmenge von 100 Sitzen abgerechnet und niemandem die Zeiterfassung abgeschaltet; die Aufzeichnungspflicht nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG läuft schließlich weiter.
Zeiterfassung im Alltag
Wie stempeln meine Leute — brauchen alle ein Smartphone?
Nein. Drei Wege, alle im selben Konto: im Browser des eigenen Handys (zum Startbildschirm hinzufügen), an einem Tablet als Wand-Terminal mit persönlicher PIN — das Terminal stempelt bis zu 72 Stunden ohne Internet weiter — oder mit einem Klick im Browser am PC. Personen ohne E-Mail-Adresse stempeln mit PIN am Terminal. Die Stempelung landet immer im gleichen Stundenzettel.
Funktioniert Zeitflex auch offline — auf der Baustelle, auf Tour oder im Keller?
Ja. Die App speichert jede Stempelung lokal auf dem Gerät und sendet sie automatisch nach, sobald wieder Internet da ist — egal ob Funkloch auf der Baustelle, Kellerküche, Nachtschicht auf Station, Tour im Lieferwagen oder Lagerhalle ohne Empfang. Gezählt wird die Uhrzeit des Stempelns, nicht die des Nachsendens. Nur wenn der Server eine Stempelung nicht annehmen kann — etwa weil derselbe Tag inzwischen im Büro abgeschlossen wurde —, zeigt die App das an, und Sie klären es dort.
Was, wenn jemand vergisst auszustempeln?
Dann trägt der Inhaber oder eine Führungskraft die Zeit nach oder korrigiert sie — Mitarbeitende selbst können ihre Zeiten nicht ändern. Ist jemand 14 Stunden am Stück eingestempelt, erinnert Zeitflex die Führung. Jede Korrektur wird mit Original, Änderung, Zeitpunkt und Person im Änderungsprotokoll festgehalten und 36 Monate aufbewahrt; das ist die Nachvollziehbarkeit, die eine Prüfung verlangt. Wie das geht: „Vergessene Stempelung korrigieren“ im Hilfe-Center.
Zieht Zeitflex Pausen automatisch ab?
Das entscheiden Sie je Betrieb: automatisch abziehen oder nur warnen. Die gesetzliche Vorgabe (§ 4 ArbZG) sind 30 Minuten ab mehr als 6 Stunden und 45 Minuten ab mehr als 9 Stunden; Ihre Leute können Pausen auch selbst stempeln. Fehlt eine Pflichtpause, meldet es die Arbeitszeit-Prüfung. Für Jugendliche gelten die strengeren Regeln des Jugendarbeitsschutzgesetzes.
Kann ich Stempelzeiten runden lassen?
Ja: keine Rundung, 5 oder 15 Minuten, betriebsweit für alle Stempelwege. Zeitflex rundet dabei immer zugunsten der Beschäftigten: Die Netto-Arbeitszeit eines Tages wird auf das nächste 5- oder 15-Minuten-Raster aufgerundet, nie abgerundet. Eine Rundung zulasten der Beschäftigten gibt es in Zeitflex nicht — und wäre in der Regel auch arbeitsrechtlich unzulässig.
Kennt Zeitflex die Feiertage meines Bundeslands?
Ja. Sie wählen Ihr Bundesland bei der Registrierung; Zeitflex kennt die gesetzlichen Feiertage je Bundesland und berücksichtigt sie bei den Feiertagszuschlägen.
Kann ich Zeiten Baustellen, Projekten oder Kostenstellen zuordnen?
Ja, in jedem Tarif: Sie legen Projekte oder Baustellen an, Ihre Leute wählen sie beim Stempeln. Die Auswertung — Budget, Auftragssumme, Hochrechnung der Lohnkosten, Deckungsbeitrag, Budget-Warnungen und der Export je Projekt — ist Teil des Pro-Tarifs.
Führt Zeitflex ein Überstunden- oder Gleitzeitkonto?
Ja, ab dem Starter-Tarif als Modul „Gleitzeitkonto“. Es ist ein einziges Konto — kein zweites neben einem Überstundenkonto —, das Soll und Ist je Woche gegenüberstellt und Plus- oder Minusstunden fortschreibt. Sie können Ober- und Untergrenzen vereinbaren; Zeitflex meldet, wenn sie erreicht oder überschritten sind, damit Abbau eingeplant wird. Ob Stunden verfallen, ausgezahlt oder abgefeiert werden, entscheidet Ihr Betrieb, nicht Zeitflex.
Team, Dienstplan & Kommunikation
Wie lade ich Mitarbeiter ein, und welche Rollen gibt es?
Sie legen die Person an und schicken eine Einladung per E-Mail; der Link ist 14 Tage gültig. Vier Rollen: Inhaber (alles, auch Abo, Löschung und Rechtliches), Führung (Zeiten korrigieren, Anträge genehmigen, Dienstplan, Auswertungen), Mitarbeitend (eigene Zeiten stempeln und sehen, Anträge stellen) und Steuerkanzlei (ausschließlich lesen und exportieren).
Vergeben Sie „Führung“ sparsam — wer Zeiten anderer korrigiert, sieht Arbeitszeitdaten des ganzen Betriebs.
Gibt es einen Dienstplan?
Ja, im Pro-Tarif. Sie planen Schichten, kopieren eine Woche in die nächste, und Ihre Leute sehen ihren Plan im Handy; 45 Minuten vor Schichtbeginn kommt eine Erinnerung. Schichttausch untereinander läuft über einen Antrag, den die Führung freigibt.
Die Anleitungen „Schichten planen“, „Woche kopieren“ und „Schichttausch“ stehen im Hilfe-Center.
Wie laufen Urlaub und Krankmeldung?
Abwesenheiten sind in jedem Tarif enthalten, auch im Free-Tarif. Mitarbeitende beantragen Urlaub im Handy, die Führung genehmigt oder lehnt ab, der Stundenzettel übernimmt die Tage. Eine Krankmeldung erfasst die Person selbst oder die Führung; die AU-Bescheinigung kann als Foto oder PDF hochgeladen werden.
Wer die Bescheinigung sehen darf, steht unter „Datenschutz & Sicherheit“.
Gibt es einen Team-Chat — und liest der Chef mit?
Es gibt einen Team-Chat als Modul, das standardmäßig aus ist — schalten Sie ihn erst ein, wenn Betriebsrat oder Team es tragen. Stilles Mitlesen ist nicht möglich: Wer einer Gruppe beitritt, ist für alle sichtbar und sieht den Verlauf erst ab dem Beitritt.
Nachrichten werden nach 7, 30 oder 90 Tagen gelöscht (Standard 30, länger als 90 geht nicht), die Steuerkanzlei ist nie Mitglied, Push-Benachrichtigungen enthalten nie den Text und schweigen zwischen 21 und 6 Uhr. Der Chat ist bewusst kein Nachweis — Arbeitsanweisungen mit Nachweis gehören in die Ankündigungen.
Wie erreiche ich das ganze Team mit einer Information — mit Nachweis?
Über „Ankündigungen“: Sie schreiben einmal, alle sehen es — oder nur eine Rolle, ein Projekt, einzelne Personen. Schalten Sie die Lesebestätigung ein, hält Zeitflex fest, wer wann gelesen hat — als Nachweis etwa für Sicherheitsunterweisungen.
Ankündigungen und „Dokumente & Nachweise“ sind in jedem Betrieb von Anfang an eingeschaltet.
Kann ich Dokumente wie Arbeitsverträge oder Nachweise ablegen?
Ja, unter „Dokumente & Nachweise“ — Arbeitsverträge, Nachträge, Bescheinigungen; mit Fotodokumentation als Zusatzmodul auch Leistungsnachweise zu Auftrag oder Schicht.
Die Aufbewahrung folgt festen Fristen: Verträge 10 Jahre ab Jahresende, Fotodokumentation 5 Jahre, sonstige Dokumente 3 Jahre. Die Steuerkanzlei sieht Dokumente nie.
Monatsabschluss, Lohn & Steuerberater
Was heißt „vorbereitende Lohnabrechnung“ genau?
Zeitflex erstellt keine Lohnabrechnung — das bleibt Sache Ihres Steuerberaters oder Lohnbüros. Aber Zeitflex übernimmt die komplette Vorarbeit: Zeiten sammeln, Pausen und Zuschläge berechnen, Abwesenheiten zuordnen, alles freigeben und als fertige Bewegungsdaten exportieren. Ihr Steuerberater importiert die Datei und rechnet ab. Genau der Teil, der Sie bisher einen Nachmittag gekostet hat, ist automatisiert.
Kann mein Steuerberater damit arbeiten, ohne umzulernen?
Ja. Ihre Kanzlei bekommt ab dem Starter-Tarif einen eigenen Zugang mit Leserechten, ohne Sitzpreis: Sie schicken ein Mandat per E-Mail (14 Tage gültig), die Kanzlei lädt Stundenzettel und Exportdateien selbst herunter. Stammdaten sieht sie nur, wenn Sie es freigeben; Krankmeldungen, Anhänge, Standortdaten und PINs sieht sie nie. Sie können den Zugang jederzeit widerrufen.
Exportiert wird ab Starter als CSV und PDF-Lohnübersicht, im Pro-Tarif zusätzlich als DATEV LODAS und DATEV Lohn und Gehalt — ohne neue Software in der Kanzlei.
Welche Exportformate gibt es genau?
Sieben: DATEV LODAS und DATEV Lohn & Gehalt (Bewegungsdaten mit Ihrer 7-stelligen Berater- und 5-stelligen Mandantennummer; Pro), CSV (allgemein), PDF-Lohnübersicht, ein eigenes Lohnprofil (CSV nach einem Spaltenprofil, das Sie in den Einstellungen anlegen — für jedes andere Lohnprogramm), Zeiten für die Buchhaltung (Saldy) und die Prüfungsmappe (Zoll) als PDF-Arbeitszeitnachweis je Person und Kalendertag für die Prüfung nach § 16 Abs. 2 ArbZG und § 17 MiLoG (Pro).
Alle Dateien entstehen aus dem eingefrorenen Stand des Monatsabschlusses.
Was macht der Monatsabschluss — und was, wenn danach noch etwas falsch ist?
Der Monatsabschluss (ab Starter) friert den Monat ein: Sie prüfen offene Punkte, geben frei, sperren — danach entstehen alle Exportdateien aus genau diesem Stand, und die Lohnperiode wird 6 Jahre aufbewahrt.
Fällt später ein Fehler auf, korrigieren Sie nicht heimlich im gesperrten Monat, sondern als dokumentierte Korrektur, die im Folgemonat mitläuft; das Lohnbüro sieht sie im nächsten Export.
Wie genau: „Monatsabschluss in 10 Minuten“ und „Korrekturen nach der Sperre“ im Hilfe-Center.
Welche Zuschläge berechnet Zeitflex — und was ist steuerfrei?
Ab Starter rechnet Zeitflex Zuschlagszeiten nach Ihren Regeln aus; voreingestellt sind die Höchstsätze aus § 3b EStG, bis zu denen Zuschläge steuerfrei bleiben: Nacht 25 %, Nacht zwischen 0 und 4 Uhr 40 %, Sonntag 50 %, Feiertag 125 %. Die 40 % für 0 bis 4 Uhr sind nach § 3b Abs. 3 EStG nur steuerfrei, wenn die Nachtarbeit vor 0 Uhr begonnen hat — diese Bedingung prüft Zeitflex nicht, das entscheidet Ihr Lohnbüro.
Zeitflex liefert die Zuschlagsstunden im Export; ob und wie viel ausgezahlt wird, bestimmt Ihr Arbeits- oder Tarifvertrag, und die steuerliche Behandlung macht das Lohnbüro.
Datenschutz & Sicherheit
Ist Zeitflex DSGVO-konform?
Zeitflex ist auf die Anforderungen der DSGVO ausgelegt. Ihre Daten liegen auf einem eigenen Server bei Hetzner im Rechenzentrum Falkenstein (Deutschland); die eingesetzten Unterauftragsverarbeiter — genau drei — sind im Auftragsverarbeitungsvertrag namentlich benannt, den Sie unter zeitflex.de/avv.html einsehen. Mitarbeiterdaten werden nach den gesetzlichen Fristen automatisch gelöscht, Änderungen protokolliert.
Ein Bewegungsprofil entsteht nicht: Der Standort wird — wenn überhaupt — nur im Moment des Stempelns erfasst, und Ihr Betrieb kann diese Funktion komplett abschalten. Gestempelt wird die Zeit, nicht die Person überwacht.
Wo liegen meine Daten, wer hostet, gibt es Tracking?
Ausschließlich auf einem eigenen Server bei Hetzner in Falkenstein, in Containern — kein Managed-Cloud-Dienst, keine fremde Datenbank. Kein Tracking, kein Analysedienst, keine Google Fonts, kein externer Fehlerdienst.
Sicherungen laufen täglich, passphrasenverschlüsselt, und werden 30 Tage vorgehalten; Server-Protokolle 90 Tage.
Kann ich sehen, wo gestempelt wurde — ist das Überwachung?
Nur wenn Sie es wollen, und nur als Momentaufnahme. Die Standortprüfung braucht zwei Schalter: den Pro-Tarif und die ausdrückliche Aktivierung durch Ihren Betrieb. Dann werden beim Ein- und Ausstempeln in der mobilen Stempeluhr einmalig Koordinaten als Nachweis des Arbeitsorts gespeichert — kein Hintergrund-Tracking, kein Geofence, kein Bewegungsprofil, nichts am Wand-Terminal.
Die Koordinaten werden nach 6 Monaten entfernt, der Zeiteintrag bleibt. Die Steuerkanzlei sieht Standortdaten nie.
Wer sieht eine Krankmeldung?
Nur die Person selbst, der Inhaber und die Führung. Kolleginnen und Kollegen sehen sie nie, die Steuerkanzlei nie.
Die AU-Bescheinigung (JPG, PNG oder PDF, bis 10 MB) wird vor dem Speichern mit AES-256 verschlüsselt, jeder Zugriff wird protokolliert, und die Datei wird 24 Monate nach Ende der Abwesenheit automatisch gelöscht.
Was passiert mit den Daten, wenn jemand den Betrieb verlässt?
Sie deaktivieren die Person; ab dem nächsten Abrechnungszeitraum kostet der Zugang nichts mehr. Drei Monate nach dem Austritt werden Name, E-Mail, Personalnummer, PIN und Geburtsdatum durch ein Pseudonym ersetzt — die Zeitdaten bleiben, weil Sie sie 24 Monate nachweisen müssen, sind aber keiner Person mehr zuzuordnen.
Exportieren Sie vorher, was Sie für die Personalakte brauchen.
Kann ich mir oder einem Mitarbeiter eine Datenauskunft nach Art. 15 DSGVO geben?
Ja, ohne Anfrage an uns: Jede Person erzeugt unter Einstellungen → „Daten & Löschung“ → „Meine Datenauskunft“ ihre Auskunft selbst — lesbar und als JSON, einschließlich der Liste, wer wann auf ihre AU-Bescheinigungen zugegriffen hat.
Gibt es eine Zwei-Faktor-Anmeldung?
Für Kundenkonten derzeit nicht. Das Passwort setzen Sie über „Passwort vergessen“ auf der Anmeldeseite zurück; der Link kommt per E-Mail und ist 60 Minuten gültig.
Wenn Sie Zwei-Faktor brauchen, sagen Sie es uns — wir versprechen keinen Termin.
Konto, Kündigung & Support
Kann ich monatlich kündigen?
Ja. Im Monatstarif kündigen Sie jederzeit ohne Frist und ohne Begründung; die Kündigung wird zum Ende des bereits bezahlten Abrechnungszeitraums wirksam. Sie kündigen als Inhaber über das Stripe-Kundenportal in Ihrer Kontoverwaltung oder per E-Mail in Textform.
Bei jährlicher Zahlung läuft der Vertrag zwölf Monate und verlängert sich nur, wenn Sie nichts tun. Die bereits bezahlte Laufzeit bleibt in jedem Fall vollständig nutzbar; danach wechselt das Konto in den Free-Tarif.
Wie komme ich an meine Daten — auch nach einer Kündigung?
Ab dem Starter-Tarif exportieren Sie Stundenzettel und Lohnübersicht jederzeit selbst als CSV und PDF; im Pro-Tarif zusätzlich Berichte und DATEV-Dateien. Der Export ist im Preis enthalten, es gibt keinen Ausgabe-Aufschlag, und er steht nach einer Kündigung bis zum Ende der bezahlten Laufzeit zur Verfügung — exportieren Sie also vor dem Ende. Im Free-Tarif sehen Sie Ihre Zeiten in der Anwendung, geben sie aber nicht als Datei aus.
Löschen Sie den Betrieb ganz, wird der Zugang gesperrt, die Löschung bleibt 30 Tage widerrufbar, und die Export- und Auskunftsfunktionen bleiben in diesen 30 Tagen ausdrücklich nutzbar (JSON und Originaldateien).
Ich komme nicht in mein Konto — was zuerst?
- Erstens: die Statusseite unter app.zeitflex.de/status ansehen — sie ist öffentlich, ohne Anmeldung. Steht dort eine Störung, liegt es nicht am Passwort.
- Zweitens: das Passwort über „Passwort vergessen“ auf der Anmeldeseite neu setzen; der Link ist 60 Minuten gültig.
- Drittens: Nach zehn Fehlversuchen in zehn Minuten ist die Anmeldung zehn Minuten gesperrt — warten statt weiterprobieren.
- Viertens: ein anderes Gerät oder ein anderes Netz probieren (Mobilfunk statt WLAN).
Hilft nichts davon, schreiben Sie uns — am besten aus dem Postfach, das im Konto hinterlegt ist.
Was hilft Ihnen bei einer Fehlermeldung am meisten?
Drei Angaben: Was haben Sie getan, was ist passiert, und was hätten Sie erwartet. Dazu Datum und ungefähre Uhrzeit sowie der Name Ihres Betriebs. Ein Bildschirmfoto hilft, ist aber kein Muss — die Beschreibung ist wichtiger. Über das Formular im Produkt erhalten Sie eine Vorgangsnummer.
Es geht gerade gar nichts. Was mache ich mit den Zeiten?
Erfassen Sie den Tag auf Papier: Name, Datum, Beginn, Ende, Pausen. Ein Blatt je Person reicht, Uhrzeiten auf fünf Minuten genau. Fotografieren Sie die Zettel am Abend ab. Sobald es wieder läuft, tragen Sie die Zeiten im Stundenzettel als Korrektur nach.
Die Aufzeichnungspflicht nach § 3 Abs. 2 Nr. 1 ArbSchG — für Minijobs zusätzlich § 17 MiLoG — gilt auch bei einer Störung bei uns — der Nachweis zählt, nicht das Werkzeug.
Garantieren Sie eine Verfügbarkeit?
Nein — eine bestimmte Verfügbarkeitsquote ist nicht vereinbart, und wir nennen keine Prozentzahl, die wir nicht gemessen haben. Zeitflex läuft auf einem eigenen Server bei Hetzner mit täglichen Sicherungen, und unter app.zeitflex.de/status sehen Sie jederzeit den aktuellen Zustand und die Vorfälle der letzten Tage. Fällt etwas aus, stempeln Ihre Leute im Handy offline weiter (siehe „Zeiterfassung im Alltag“).
Ich bin noch kein Kunde. Darf ich trotzdem fragen?
Ja. Fragen vor der Entscheidung sind uns lieber als Enttäuschungen danach. Wenn etwas nicht geht, sagen wir das auch — auf dieser Seite stehen deshalb auch die Fragen, deren Antwort „noch nicht“ lautet.
Dazu steht hier noch nichts.
Versuchen Sie ein anderes Wort — oder fragen Sie uns direkt über Support & Kontakt. Ausführliche Anleitungen stehen im Hilfe-Center.
Lieber selbst nachsehen?
Die Demo zeigt jede Funktion direkt im Browser — mit Beispieldaten, ohne Anmeldung. Vieles beantwortet sich dort von selbst.